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Stabwechsel beim Rollimarathon e.V.
img_4333_320x200.jpg(oder sollte man sagen ROLLENwechsel?!)

Heidelberg. 20 Jahre war er der Chef des Heidelberger Rollstuhlmarathons, der Macher, der Organisator, der Planer, der Motivator, das „Bübchen“ für alles: Hennes Lübbering!

Nach dem Motto „Man soll aufhören wenn es am Schönsten ist“ rollt der Erfinder des Rennens rund um den Neckar jetzt in die zweite Reihe zurück.

Mit der Mitgliederversammlung des „Heidelberger Rollstuhlmarathon e.V.“ hat Hennes Lübbering den Posten des 1. Vorsitzenden zur Verfügung gestellt und scheidet damit auch als Chef des Organisationsteams in den verdienten „Ruhestand“ aus.  Der Jubiläumsmarathon am 5. Juli 09, das 10. Rennen im 20. Jahr, war Höhe- und Schlusspunkt in einem für Lübbering. „Das kann man nicht toppen“ strahlt der Lobbacher noch heute. Mit ihm scheiden seine Frau Ingrid Hadrawa-Lübbering und auch Heinz Wägner aus dem Organisationsteam aus. Im Namen aller Sportler und OK-Mitglieder ein herzliches DANKESCHÖN an dieser Stelle.

Und noch einer sagt dem Marathon „Tschüss“ - zumindest nach heutigem Stand der Dinge! Denn man kann sich eigentlich kaum vorstellen, dass der Gründer des Heidelberger Marathons, langjährige Mitorganisator und Moderator Werner Schneider ohne „seinen“ Marathon leben kann. Er will es versuchen – und dafür hat das Organisationsteam großes Verständnis. 20 Jahre für den Marathon geackert, Ideen kreiert, Sponsoren aus der Reserve an die Strecke gelockt, Zuschauer mit seiner Stimme begeistert und Sportler aus aller Welt in Heidelberg empfangen. Werner Schneider wird die Ruhe genießen und vielleicht am Tag X, am 11. Marathon wieder auf der Matte, sprich an der Neckarwiese stehen. Schau mer mal!

Wie überhaupt alle scheidenden Team-Mitglieder sich das nächste Rennen sicher nicht entgehen lassen werden. Herzliche willkommen schon jetzt!

img_4338_320x200.jpgNeuer 1. Vorsitzender des „Heidelberger Rollstuhlmarathon e.V.“ und damit auch Kopf des Organisationsteams ist übrigens Joachim Schermuly. Er wurde bei der Jahreshauptversammlung einstimmig gewählt. Alle Mitstreiter des Marathons wünschen Joachim alles Gute, viel Glück, Geduld und Durchhaltevermögen!

 

>> Hier geht´s zu den Fotos der Generalversammlung

 
OK-Team zu Gast bei Freunden
rmh_iaa_220909__012.jpg Ein großer Teil des Teams des internationalen Rollstuhlmarathons hatte am 22.9.09 wieder die Ehre, einen der Hauptsponsoren der vergangenen Veranstaltung auf der IAA nach Frankfurt zu besuchen. Herr Karl der Firma Audi empfing das OK-Team wie immer sehr herzlich in der Lounge, wo es neben der ein- oder anderen Köstlichkeit natürlich auch einiges an Gesprächsstoff gab. Man unterhielt sich nicht nur über den vergangenen Heidelberger Rollstuhlmarathon und dessen redaktionelle Resonanz, sondern auch über andere Sportarten. Für Audi ist der Marathon mittlerweile zu einer festen Instanz in Heidelberg geworden und so freut sich Herr Karl alle zwei Jahre wieder aufs Neue, nach Heidelberg eingeladen zu werden, um die einzigartige Atmosphäre hautnah zu erleben. Nach etwas mehr als zwei Stunden bekam jedes Teammitglied noch ein kleines Audi-Abschieds-Präsent.
 
Fabelhafter Weltrekord und blitzschneller Bürgermeister

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10. Internationaler Rollstuhlmarathon in Heidelberg mit vielen Höhepunkten

 

Heidelberg. „Zu spät ist zu spät, da kann man nichts machen – auch wenn es nur drei Sekunden waren“ – Vico Merklein aus Langstadt (Kreis Darmstadt) nahm es mit Humor. Der 31jährige Rollstuhlathlet hatte beim 10. Heidelberger Rollstuhlmarathon am Sonntag (5.7.09) zwar gerade einen neuen Fabelweltrekord über die Marathondistanz aufgestellt, so ganz zufrieden war er dennoch nicht. Denn das eigentliche Ziel, über die 42,195 km unter einer Stunde zu bleiben wurde knapp verfehlt. Um drei Sekunden eben.

Bei 1:00:03,35 raste Merklein über die Marathonmarke, ganz dicht gefolgt von seinem Team-Kollegen Arkadiusz Skrzypinski aus Polen und Torsten Purschke aus Waibstadt, die in der gleichen Sekunde über die Zeitmatte „flogen“, aber eben einige Hundertstel später.

MLP-Mitbegründer und Unterstützer des Rollimarathons Manfred Lautenschläger (als Nichtbehinderter mit einem Rolli-Rennbike selbst am Halbmarathon-Start) hatte für die magische Stundenmarke ein Sonder-Preisgeld von 2.500 € ausgeschrieben. Da dieses Ziel nur um drei Sekunden knapp verfehlt wurde, verdoppelte der 71jährige nach dem Rennen kurzerhand das Preisgeld und teilte es durch die fünfköpfige Spitzengruppe. Eine schöne Geste. 

Sieger des 10. Jubiläums(maxi)marathons in Heidelberg (44km) wurde in der offenen Klasse schließlich Skrzypinski in einer Gesamtzeit von 1:03:12 Std., wenige hundertstel Sekunden vor Elmar Sternath aus Wien und Torsten Purschke. Ein guter dritter Platz für den schnellen Mann aus Waibstadt, der allerdings als Weltrekordhalter (1:05:34,97 Std. aus dem Jahr 2007) abgelöst wurde.

Schnellste Frau im Rennbike war Monique van der Vorst aus den Niederlanden (1.25:17 Std),  vor Theres Huser aus der Schweiz (1:27:30) und Sabine Fischer (Deutschland, 1:28:29). 

232 Rollstuhlathleten (darunter rund 41 Kinder und Jugendlichen beim 1,5 km-langen Kinderrennen „Mobifanten-Cup“) und 155 Inline-Skater gingen am Sonntag vormittag auf den 22 km langen Rundkurs durchs Neckartal zwischen Heidelberg und Neckargemünd.

Die rund 15.000 Zuschauer entlang der Strecke sahen unterdessen einen weiteren Weltrekord. Heini Köberle aus Wiesloch legte die Marathondistanz in 1:45:40 Std. zurück – in seiner Schadensklasse ebenfalls neue Weltbestzeit.

Für Aufsehen sorgte Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner. Als Nichtbehinderter war er in ein Rennbike gestiegen und mit der Startnummer 1 ins Rennen gegangen. Nach nur 52:30 Min. flitze der OB durchs Halbmarathon-Ziel und war begeistert. „Kurz nach der Zieleinfahrt war ich fix und fertig, aber jetzt bin ich absolut beflügelt“, so Würzner, „eine toller Sport, dieses Rennen ist eine Bereicherung für diese Stadt“.

Unfallfrei – aber für einige Teilnehmer nicht ganz  pannenfrei verlief dieser 10. Rollstuhlmarathon am Neckar. Eine Inline-Skaterin wurde mit quälenden Blasen an den Füßen und lästigen Krämpfen in den Waden von einem Polizeimotorrad zurück ins Ziel chauffiert, einer der Rollis schleppte sich mit einem Plattfuß langsam durchs Ziel. 

Alles in allem war Organisationschef Hennes Lübbering mit dem Jubiläumsrennen (der 10. Lauf im 20. Jahr) aber zufrieden. „Wir hatten eine tolle Veranstaltung, ein unfallfreies Rennen, eine volle Neckarwiese, phantastischen Sport und einen Weltrekord – was will man mehr“, lachte Lübbering. 250 Helfer, 70 Polizeibeamte, 70 Feuerwehrleute und rund 20 ehrenamtlich tätige Organisatoren machten den Sonntag am Neckar zu einem Sportereignis, das weltweit Gehör finden wird. Den neuen Weltrekorden von  Vico Merklein und Heini Köberle sei Dank!      

Matthias Methner

 
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